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Carddrive am PC

Da auf der Messe die PC Carddrives so viel verkauft wurden, dachte ich mir, man könnte einmal einen kleinen Bericht schreiben, was und wie man mit der PC Erweiterung alles machen kann.

Zum Beginn:

Das PC Carddrive ist eine Erweiterung Ihres PC oder PC kompatiblen Rechners um ein Laufwerk, in welches man Ram-, Rom-, Epromkaten stecken kann und kann sie benutzen wie auf dem Portfolio auch. Der Vorteil liegt in der wahnsinnigen Geschwindigkeit und im Komfort der Datenübertragung.

Die Installation:

carddriveausgepackt.jpg Es ist denkbar einfach in einem PC die Erweiterung einzubauen. Alles was man benötigt ist einen freien 8 oder 16 Bit ISA Slot in seinem PC.

In der Regel sind die Slots schwarz und bestehen aus einem 8 und 16 Bit Teil. Die Karte benutzt nur den 8 Bit Teil, also vom Gehäuse aus betrachtet den ersten Slot.

Der PC wird also geöffnet und die Karte beim „ausgeschaltetem“ Rechner eingebaut. Man kann auf der Karte die IO Adresse noch jumpern. Sollte in Ihrem PC ein Soundkarte sein, oder eine größere Anzahl an Karten, die den IO Bereich der Karte benutzten, muß man den Jumper auf der Karte umstecken. Das sieht man aber spätestens dann, wenn man den Treiber auf der Platte installiert und das Laufwerk nicht erkannt wird. Hier zu müssen sie den Jumper umstecken, den Treiber entsprechen laden und testen.

Dazu wird in der Config.sys ein Treiber eingebunden, was man “mit der Hand, also einem Editor machen muß. Kopieren Sie den Treiber zuerst auf die Platte in ein Verzeichnis ihrer Wahl. z.B.

C:\CARDDRV.
Fügen Sie dann den Befehl:
DEVICE=C:\CARDDRV\CD.SYS 1
in die Confg.sys ein.

Laden Sie den Treiber bitte nicht mit LH in den oberen Speicherberich. Das kann bei einigen Systemen zu abstürzen führen. Der Treiber benötigt nur wenige kb Speicher.

Nach einen Neustart sehen sie beim Booten, wie der Rechner einen weiteren Laufwerksbuchstaben anlegt. Dabei muß man beachten, das die LASTDRIVE Variable nicht zu niedrig ist, damit noch Laufwerksbuchstaben frei sind. In der Regel bekommt das Carddrive den Laufwerksbuchstaben nach dem CD-ROM oder dem letzten Festplattenbuchstaben. Dadurch kann es auch zum Verschiebungen bei Netzwerklaufwerken kommen. Also beachten!

Problematik:

Leider ist der Treiber sehr alt und damit nicht Windows95 kompatibel. Zwar kann man den Treiber ohne Probleme einbinden und das Laufwerk wird auch unter dem Arbeitsplatz angezeigt, aber das Windows Laufwerke grundsätzlich cached, wird ein Kartenwechsel oder eine Änderung der Daten auf der karte nicht angezeigt. Der Inhalt des Laufwerkes bleibt genau so, wie es war, als Windows 95 hochgelaufen ist.

Wer nun doch unter Windows95 arbeiten will, muß entweder Windows in den DOS-Modus herunterfahren (DOS-Fenster geht nicht) oder das Laufwerkscaching abschalten.

Letztes sollte man nicht machen, weil den Rechner dann auch bei alles Festplattenaktionen die „Füße“ einschlafen, sprich er wird sehr sehr langsam. Aber danach geht das Laufwerk auch unter Win95. Ein kleiner Trick um Windows dazu zu bewegen, trotzdem die Laufwerksdaten erneut einzulesen ist es, zu versuchen das Laufwerk zu optimieren (Ramkarte schreibschützten!!!). Dann wird es eine Fehlermeldung geben, daßsich selbiges Laufwerk nicht optimieren läßt und der Inhalt ist neu eingelesen.

Das geht allerdings auch nur bei der sogenannten Alpharelease, also „nicht“ Windows 95 Version B oder OSR2.1.

Unter NT 3.51, 4.0 oder OS/2 egal welche Version geht der Treiber garnicht. Selbiges dürfte auch für Linux oder Unix gelten.

Die zweite häßliche Ungereimtheit ist das Ramkarten-Handling. Zwar lassen sich die Ramkarten im Betrieb ein und ausstecken, aber es kann vorkommen, daß die Ramkarten beim einstecken in das Carddrive die Daten verliert oder die Daten zerstört werden. Das passiert auf jeden Fall bei den Karten von Stefan Kächele. In dem Fall muß man beachten, daß die Ramkarten beim Wechseln immer schreibgeschützt sind.

Easy Use

Einfacher geht es nicht !

Nun, der Einsatz ist wirklich wie beim Portfolio. Unter Windows 3.X ist das Laufwerk wie eine Festplatte zu behandeln und kann mit dem Filemanger Dateien kopieren. Unter DOS lassen sich Verzeichnisse anlegen und ebenfalls Daten kopieren.

Das Gute dabei ist: Die Daten werden zwar mit „nur“ 8 Bit auf die Karte geschrieben, aber mit bis 16 MHz und damit ist der Datentransfer schneller als mit einer Festplatte.

Das Kartenlaufwerk kann wie der Pofo maximal 1 Mb Daten verwalten. Man kann also 1MB PCMCIA Karten mit einem Kächele Adapter zusammen in dem Laufwerk lesen oder ein 512 Kb Epromkarte, die es vom Club gibt.

Format aber wie?

Nun will man eine Karte auch mal formatieren. Da DOS allerdings das Format von 128 Kb oder wie auch immer die Ramkarte organisiert ist, nicht kennt, benötigt man ein Formatierprogramm:

CDX.COM.

Diese Programm wird mit der Diskette geliefert auf der auch der Treiber ist. CDX erkennt automatisch das Laufwerk und die Größe der Karte. Man kann nun mit einem Parameter auch die Sektorgröße ändern und mit einer kleineren Sektorgröße etwas mehr Daten auf der Karte unter zubringen, als wenn sie mit dem Pofo formatiert worden ist. Hierzu bitte in den Handbuch nachlesen.

Probleme:

Der Treiber CD.SYS kann mit verschieden Parametern eingetragen werden. Diese Parameter sagen dem Treiber, auch welcher IO Adresse die Karte im Rechner liegt. Stellt man also die Karte auf eine andere Adresse, weil es einen Konflikt gibt, dann mußman den Treiberparameter auch anpassen. Für die Adresse 0130 ist

DEVICE=C:\CD:SYS 3

z.B. nötig.

Wenn man die Erweiterungskarte nun in den Rechner baut, sollte man vor der Treiberinstallation einmal testen, ob der Rechner a, noch bootet und b, noch alle Funktionen erfüllt. Danach erfolgt die Einbindung der Treiber. Nach einem Neustart sollte der Rechner dann einen zusätzlichen Laufwerksbuchstaben haben.

Zum Schluss ...

Natürlich ist das Carddrive für PC Besitzer unumgänglich. Von dem damaligen Preis von 200 und mehr DM ist das Teil nun bei 50.- DM Clubpreis gerutscht. Wer also noch etwas Geld investieren will, der sollte sich beeilen, denn das sind die letzten Geräte auf dem Markt.

Michael Schröder 10/1997

Nachtrag

Wenn man Windows beendet und die Option „Computer im MS-DOS-Modus starten“ wählt, bestimmt die Datei „MS-DOS-Modus.pif“ im Windows Verzeichnis, was weiter geschieht. Diese Datei wird angelegt, sobald man zum erstenmal diesen Vorgang durchführt. Da es sich um eine normale PIF-Datei handelt, sind alle Einträge möglich, die man auch für andere DOS-Programme vornehmen kann, insbesondere die Einstellungen für den MS-DOS-Modus sind wichtig. Wählt man: „Neue MS-DOS-Konfiguration angeben“, wird der Computer neu gestartet. Wählt man jedoch „Aktuelle MS-DOS-Konfiguration verwenden“, wird Windows beendet, der Computer aber nicht neu gestartet. Statt dessen wird nun die Datei DOSSTART.BAT im Windows Verzeichnis abgearbeitet. In DOSSTART.BAT kann man alle Treiber laden, die für den Betrieb im DOS-Modus nötig sind.

Es gibt aber die Beschränkung, daß keine Treiber mit der Endung *.SYS in einer Batch-Datei geladen werden können (z.B. ein Treiber für CD-ROM)

Das Problem läßt sich mit dem Programm CTLoad.com von Creative Labs umgehen. Das Programm (Archiv CTLOAD.EXE) können Sie downloaden auf: http://www.creaf.com/wwwnew/tech/ftp/ftp-pat.html Um die Treiber für ein (hier Sony) CD-ROM zu laden, benötigt man z.B. folgende Zeilen in DOSSTART.BAT:

 LH [path]ctload.com 
 [path]\SLCD.SYS /D:SONY_000 
 LH C:\WINDOWS\COMMAND\MSCDEX.EXE /D:SONY_000 /L:F /M:5

Meine Eintragung in die DOSSTART.BAT lautet dementsprechend:

 C:\Progra~1\Utilitys\DOSUTI~1\CTLOAD.COM c:\SYSTEM\dev\cd.sys

Danach lasse ich noch das SHAREWARE Programm DOS COMMAND CENTER in den vorkonfigurierten Unterverzeichnissen starten. Der DCC unterstützt in seiner neuesten Version zumindest die langen Dateinamen, ohne die lästigen Tilden []. Fehlermeldungen des Systems habe ich bis jetzt noch nicht erhalten.

11/97 Frank Schmiglewsky

Download

Hier finden Sie die Treibersoftware zum Download FIXME

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