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Portfolio an den Macintosh

Zugegeben, es treffen sich zwei grundverschiedene Rechner, selbst wenn sie beide aus der selben Zeit stammen. Aber dank Ebay und dem Sammlerglück einiger Freaks steht hier und da doch noch eine der lustigen Mäusekinos oder die alten 6800er Macintosh. Geeignet ist jeder Mac, der noch eine serielle Schnittstelle hat und auf dem ein handelsüberliches Terminalprogramm läuft. Leider hat der Imac und die neueren Rechner von Apple keinen Anschluss dieser Art mehr, wobei man hier mit Erweiterungen sicherlich Abhilfe schaffen kann. Aber auch für jeden PC ist dsie Anleitung geeignet, weil auch dieser eine Schnittstelle dieser Art hat und ein Terminal Programm, wie zum Beispiel das Microsoft eigene Hyperterminal.

Natürlich ist damit auch Linux und andere Unix Derivate in der Lage mit dem Portfolio zu kommunizieren.

Der Portfolio kommt hier mit einer einfachen Lösung daher. Das Programm ist eines aus den ersten Tagen des Pofos und nennt sich SLAVE. Wie schon der Name sagt ist es eine Art Server, der seine Daten, die Laufwerke und Dateien des Portfolios zur Verfügung stellt und mit einfachen Befehlen zu steuern ist.

SLAVE ist sehr klein, pass sogar auf die kleinste Ramkarte und benötigt eine Installationsanleitung in eigentlichen Sinne. Man muss nur wissen, dann man die Serielle Schnittstelle dazu benötigt und diese muss in der Systemsteuerung des Potfolios parametriert werden. Diese Parameter erreicht man mit Atari-S → System → RS232. Dot stellt man die Schnittstelle auf diese Parameter:

9600 Baud, No parity, 8 data bits, 1 stop bit.


Dann wird die Schnittstelle einmal initialisiert. Fertig.

Da der Portfolio ( aus mir unerklärlicher Weise) keine Datenübertragung eingebaut hat, muss man das Programm erst einmal übertragen. Das geht dann mit FT.Com oder wenn das nicht zur Hand eben, schickt man eine RAM-Karte an den PCD und bekommt das Programm samt Anleitung aus selbige kopiert. Für Mitglieder kostenfrei, sonst 5.- Euro incl. Versand.

Natürlich muss ich nun auf dem MAC irgendein Terminal Programm finden und laden, welches mit der Seriellen Schnittstelle läuft und dort in den Einstellung auf den zu verwendenden Port die selben Einstellungen vornehmen. Danach werden beide Schnittstelle mit einem Nullmodemkabel verbunden. Dieses ist im Handel für unter 20 Euro zu bekommen und kann in passenden Länge gekauft werden. Diese Kabel können ohne Probleme bis 20 Meter lang sein. Wer so etwas selbst bauen will - auch kein Problem, die Belegung findet man überall im Internet.

Ist die Einstellerei und die Kabelverdrahtung fertig kann es los gehen. Man startet das Terminalprogramm (Host) und stellt eine Verbindung her, dann startet man auf dem Portfolio das Programm SLAVE. Ist der Start erfolgreich sieht man gleich auf dem Terminalfenster diesem Bild:


Mit der „?“ Taste bekommt man dann eine kleine Liste der verwendeten Parameter:

COMMANDS SUPPORTED 
      DIR or DIR/W    (Wild cards are supported).
      TYPE <Filename.ext>
      C: (change drive)
      CLOCK (Display time )
      CD <Directory>
      MD <Make directory>
      RD <Remove directory>
      Send <filename.ext>  (Sends a file from Portfolio)
      RECEIVE (Filename.ext> (Sends a file to Portfolio)
      FREE (displays free disk space of current drive)
      DEL <Filename.ext> (Deletes a file on Portfolio) 

Man kann schnell erkennen, alles wichtige ist zu machen. Ich will nicht auf alle Befehle eingehen, weil einiges sich sicherlich selbst erklärt, sondern nur die Dateiübertragung ansprechen. Senden wie auch Empfangen geht nicht mit ZMODEM, was ein gewisser Standart in der damaligen Zeit war. SLAVE senden seine Dateien mit dem XMODEM Funktion, welche man überall in den Terminalproggis finden kann. Das ist auch eine Blockweise Übertragung, die allerdings keine Korrekturfunktionen für schlichte Übertragungen hat. Das benötigen wir allerdings auch nicht, denn zu einem haben wir ideale Bedingungen mit einem Kabel (sonst sind es ja weite Modemstecken gewesen) und zum anderen arbeiten wir mit absolut unkritischen Geschwindigkeiten.

Man „bewegt“ sinch also zuerst mit den CD Kommando in das Verzeichnis seiner Wahl auf dem Portfolio und tippt dann einfach SEND mit dem Dateinamen dazu. Dann wird SLAVE auf den Startbefehl des Host warten. Dort starte man das XMODEM Protokoll und muss noch den Dateinamen eingeben. Xmodem kann den Dateinamen und die Attribute nicht übertragen.

Das übertragen vom Portfolio aus ist nicht komplizierter. Man „bewegt“ wieder in das Verzeichnis in dem die Datei einmal sein soll und vergewissert sind ob genügend Platz vorhanden ist. Ist das der Fall, dann tippt man RECEIVE und den Dateinamen ein. Nu wieder zu Hoste und dort den Xmodem Tranfer gestartet und die Datei ausgewählt und fertig ist es.

So schnell und einfach kann man mit einer Seriellen Schnittstelle Daten übertragen. Natürlich ist die Geschwindigkeit nicht die beste, aber bei den kleinen Dateien ist das sicherlich auch keine Frage.

man kann auf dem Portfolio nun auch Programm starten. Wenn genug Speicher vorhanden ist, startet SLAVE auch Programme vom Host aus, dabei geht allerdings die Verbindung verloren. Ich habe dazu eine Batchdatei geschrieben die als Parameter das zu startende Programm hat und einfach nach dem Programmende wieder Slave startet. Das ist recht witzig, denn man kann den Portfolio so fernbedienen. Mit etwas Fantasie findet sich sicher die eine oder andere Anwendungskontalation.

Michael Schröder 20/12/2005 23:31

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